Emotional, Persönlich, Finanziell und Organisatorisch

 

 

 

Emotional, Persönlich, Finanziell und Organisatorisch – Welche Dimensionen für einen Start in die Selbstständigkeit oder eine Veränderung deines Unternehmens berücksichtigt werden sollten!

 

 

 

Nicht immer ist das, was wir aktuell beruflich machen, das Richtige. Manche sind einfach in die aktuelle Selbstständigkeit gerutscht. Klingt unlogisch? Nicht unbedingt.  Da ist dieser Kunde, der auch in der Selbstständigkeit von dir bedient werden möchte. Oder mehrere Kunden. Über Empfehlungen kommen weitere Kunden. Am Anfang ist das ganz praktisch, weil du gleich Umsatz machst. Irgendwann kommt aber vielleicht der Gedanke: Wollte ich nicht eigentlich etwas anderes?

 

Im Laufe eines Lebens veränderen sich auch oft die Werte und damit der Fokus. Auch ein einschneidendes Erlebnis, egal ob positiv oder negativ, kann die Prioritäten im Leben verschieben. Bei mir war das die Geburt meiner Tochter vor ca. vier Jahren. Ich habe gemerkt, dass ich die wenigen Stunden, die ich in meinen Beruf investieren möchte und kann, nicht mehr für irgendeinen Job verschwenden möchte, sondern endlich das machen möchte, was eigentlich schon immer mein Antrieb war: Menschen voranbringen und kleine Unternehmen unterstützen.

 

 

 

Möchtest du dich beruflich verändern? Dann solltest du die folgenden vier Dimensionen gründlich und strategisch prüfen:

 

 

 

1.                  Emotional

 

Ist das eine Thema, das dich im Moment nicht loslässt, wirklich dein Thema? Ein Hobby, das beruflich ausgeübt wird,  verliert durchaus seinen Reiz und seine Leichtigkeit.

 

Bist du bereit dich im gewählten Thema immer weiterzubilden? Nur durch kontinuierliche Beschäftigung bleibt dein Wissen aktuell.

 

Ist dein Thema zukunftsfähig oder vielleicht bald nicht mehr aktuell?

 

Brennst du für dein Thema, damit du auch Durststrecken und Widerstände überstehst?

 

 

 

2.                  Persönlich

 

Prüfe deine persönliche Situation! Wenn du nur für dich selbst verantwortlich bist, kannst du freier entscheiden, als wenn du Angehörige hast, die du zeitlich und finanziell versorgen musst. Kannst du nur Teilzeit und in der Woche arbeiten, weil nachmittags und am Wochenende deine Kinder zu Hause sind, ist das eine Tatsache, die du für deine Entscheidung berücksichtigen solltest.

 

Wo möchtest du wohnen? Insbesondere wenn du 1-zu-1 arbeitest oder ein Ladenlokal hast, kommt es auf dein Angebot an, ob du in der Kleinstadt oder in der Großstadt erfolgreich bist.

 

à Wenn deine persönlichen Voraussetzungen nicht stimmen und du sie auch nicht verändern kannst, wirst du keinen Erfolg haben. Selbst wenn finanziell alles passt und du für deine Geschäftsidee brennst.

 

 

 

 

 

3.                  Finanziell

 

Sei mutig, aber nicht übermütig. Es gibt Menschen, die kündigen ohne ein finanzielles Polster oder einen Plan zu haben, und die erfolgreich sind. Deine neue Idee musst du aber vielleicht nicht jetzt sofort umsetzen. Wenn du in deinem aktuellen Beruf nicht sehr unzufrieden bist, dann lass´ dir Zeit ein finanzielles Polster aufzubauen. Viele Ideen lassen sich auch nebenberuflich aufbauen (Hinweis: dein Arbeitgeber muss zustimmen!). Dann hast du schon Kunden und Bekanntheit, wenn du in deine hauptberufliche Selbstständigkeit startest.

 

Das geht sogar noch einfacher, wenn du bereits selbstständig bist. Keiner schreibt dir Arbeitszeiten vor. Du kannst zum Beispiel Montag bis Mittwoch Kunden beraten und Donnerstag und Freitag Yoga unterrichten. Eventuell kann es sein, dass du dich nicht für eine Selbstständigkeit entscheidest, weil du merkst, dass der Wechsel von Kopf- und Körperarbeit dir richtig gut tut.

 

 

 

→ Plane und überlege, was finanziell möglich und notwendig ist: Bevor du startest und ob sich deine Ideen finanziell trägt.

 

 

 

4.                  Organisatorisch

 

Wann kannst du arbeiten? Und wo? Es gibt Themen, mit denen erreichst du deine Privatkunden eher in den Abendstunden – z. B. als Trainerin, Lehrerin, Dozentin. Im B2B-Bereich hast du vormittags mehr Erreichbarkeit.

 

Wo arbeitest du? In einem Büro, im Home-Office oder in einem Ladenlokal. Nutze die modernen Medien und mache dich frei von „Das ist halt in dieser Branche so“-Gedanken. Skype, Zoom und ähnliche Anwendungen ermöglichen es dir, deinen Kunden zu sehen und zu hören, ohne dass ihr euch treffen müsst. Dein Ladenlokal muss nicht zwingend an einer belebten Innenstadtstraße sein. Es gibt eine Anbieterin von Unterwäsche in speziellen Größen, die ihre Verkaufsräumlichkeiten in einer kleinen Straße im ersten Obergeschoss eines Hinterhauses hat. Warum sie damit Erfolg hat? Sie verkauft etwas Spezielles (Bhs in großen Größen und groß bedeutet Körbchengröße E aufwärts), das nur in wenigen Läden in Deutschland überhaupt angeboten wird.

 

 

 

            → Prüfe, was organisatorisch für deine Idee sinnvoll ist UND was für dich möglich ist